Der Holler im Hollergarten


Holler im Hollergarten
Als ich unseren Garten das erste Mal sah, fiel mir er mir gleich auf:
Ein großer, alter Holunder mit dicken Stämmen und Blütendolden, sie sich bis hoch über mir in den Wind reckten. Ein wahr gewordener Kindheitstraum.

Denn seit jeher liebe ich Holler. Der Duft der Holunderblüten versetzt mich zurück in entschwundene Sommer, die ich spielend unter einem kugelrunden Hollerbusch verbrachte. Er stand auf einer kleinen Anhöhe und im Frühsommer strahlte er von weit her mit seiner weißen Blütenpracht. Wenn später die Beeren reif waren, habe ich immer davon genascht. Obwohl ich das zu Recht nicht durfte... aber die Versuchung war einfach zu groß für mich.

Geschichten über die guten Geister, die in den Bäumen wohnen sollen und die uns beschützen, haben mich fasziniert. So ein klein wenig hatte ich als Kind immer gehofft, doch einmal eines dieser Fabelwesen zu sehen.

Und er beschützt uns tatsächlich. Es kommt nicht von ungefähr, dass Holunder in vergangenen Zeiten derart verehrt wurde, dass er manchen gar als heilig galt. Vielleicht steckt nicht gerade eine Fee in seinem Inneren, aber dafür jede Menge Gesundheit. Ich selbst schwöre besonders bei Erkältungen auf heißen Holunderbeerensaft und Tee mit seinen Blüten.

Bei all dieser Faszination ist es also kein Wunder, dass der alte Holunderbaum in unserem Garten nicht mehr alleine ist: Es mittlerweile derer gleich vier. Zwei sind dankbare und zugleich hübsche Lückenfüller in unserer Hecke an Standorten, an denen sonst fast nichts wächst, und ein "Black Beauty" spendet mit seinen schönem dunklen Laub und den rosa Blüten Schatten für unsere Terrasse.



Mehr Informationen über den schwarzen Holunder, über seine Wirkung und Verwendung findet sich auf der Holunder-Detailseite aus meiner Pflanzen-Galerie.
Holler
Holunderbeeren aus unserem Hollergarten
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